Verbesserte Regelgüte beim sensorlosen Betrieb von permanent erregten Synchronmotoren

Antriebsverstärker SD2/SD2S bieten automatische Wicklungserkennung

SIEB & MEYER hat bei seiner erfolgreichen Antriebsverstärkergeneration SD2/SD2S die neue Funktion einer „Wicklungserkennung“ implementiert. So lassen sich permanent erregte Synchronmotoren anhand der tatsächlichen Motordaten betreiben, was eine signifikant verbesserte Regelgüte zur Folge hat.

„Die sensorlose Vektor-Regelung von permanenten erregten Synchronmotoren basiert maßgeblich auf den elektrischen Kerndaten des eingesetzten Systems, wie Motorinduktivität und -widerstand“, erläutert Torsten Blankenburg, Vorstand Technik der SIEB & MEYER AG. Jedoch liegen als Basis für die Parametrierung in der Regel nur die theoretischen Motordaten vor, die nicht unbedingt akkurat sein müssen: „Die tatsächlichen Daten können aufgrund von Fertigungsstreuungen nennenswert von den theoretischen Angaben abweichen.“ Um diese mögliche Fehlerquelle von vornherein zu vermeiden, hat das Lüneburger Unternehmen bei seinen Antriebsverstärkern SD2 und SD2S eine automatische Wicklungserkennung implementiert: Hier erfolgt während der Rotorlage-Initialisierung eine Messung der Motorinduktivität und des Motorwiderstands. Anschließend werden die parametrierten Standardwerte automatisch korrigiert.

Ergänzend ermöglicht die Wicklungserkennung beim Betrieb unterschiedlicher Spindeln an einem Antriebsverstärker auch eine Plausibilitätsprüfung – dabei wird untersucht, ob der ausgewählte Parametersatz auch tatsächlich mit dem angeschlossenen Motor übereinstimmt. Der Hintergrund: Speziell bei Werkzeugschleifmaschinen werden die Bearbeitungsspindeln oftmals im Betrieb getauscht bzw. umgeschaltet. In diesen Fällen hilft die Wicklungserkennung, eine falsche Paarung von Spindel und Parametern frühzeitig zu erkennen.

 

SD2/SD2S mit Funktion"Wicklungserkennung"

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