SD2

Der Teamplayer

Das Antriebssystem SD2 ermöglicht eine sensorbehaftete und sensorlose Regelung für Synchron- und Asynchronmotoren und ist für jeden Einsatzfall schnell und flexibel anpassbar – egal ob für Linearmotoren, rotative Servomotoren oder motorische Bearbeitungsspindeln. Mit dieser universellen Antriebslösung lassen sich Hochgeschwindigkeits-Anwendungen bis 360.000 1/min (6.000 Hz) realisieren. Universelle Motorgeber-Auswertungen und vielfältige Anbindungsmöglichkeiten zur übergeordneten Steuerung erlauben die einfache Adaptierung an wechselnde Systemanforderungen – so steht der optimalen Umsetzung von Multiachs-Anwendungen nichts mehr im Wege.

 

Die Geräte der Serie SD2 verfügen standardmäßig über „Safe Torque Off“ (STO) sowie optional über die geberlosen Funktionen „Sicherer Stillstandsmonitor“ (SFM – Safe Frequency Monitor) und „Sicher begrenztes Drehfeld“ (SLOF – Safe Limited Output Frequency). Dies stellt einen deutlichen Mehrwert für die Realisierung von Forderungen aus der Maschinenrichtlinie dar.

 

Funktion - Vorteil - Nutzen

Mehrachssystem

Funktion: Die SD2-Einzel- und Doppel-Antriebsverstärker können von einem gemeinsamen Leistungsnetzteil versorgt werden.
Vorteil: Durch die DC-Spannungskopplung kann die Energie von bremsenden Achsen durch antreibende Achsen genutzt werden. Leistungsabhängig lässt sich eine Netzversorgung für bis zu 12 Achsmodule realisieren.
Nutzen: Geringere Verdrahtungs- und Energiekosten.

Lastindikator

Funktion: Standardmäßig bietet der SD2 eine hochgenaue Auswertung des drehmomentbildenden Stroms.
Vorteil: Die Auswertung kann zur Werkzeugüberwachung genutzt werden. Dazu zählen die Erkennung von Werkzeugbruch, Werkzeugverschleiß, das Anfunken (GAP and Crash) und eine optimale Regelung des Bearbeitungsvorschubs.
Nutzen: Geringere Systemkosten.

Integrierte Sicherheit

Funktion: Standardmäßig ist „Safe Torque Off“ (STO) integriert. Optional sind die geberlosen Funktionen „Sicherer Stillstandsmonitor“ (SFM – Safe Frequency Monitor) und „Sicher begrenztes Drehfeld“ (SLOF – Safe Limited Output Frequency) verfügbar.
Vorteil: Umfänglicher Verzicht auf externe Sicherheitskomponenten bei gleichzeitigem Erreichen hoher Sicherheitsstandards.
Nutzen: Minimierung der Systemkosten und höhere Maschinenverfügbarkeit.

 

Sicherheitsfunktionen SFM und SLOF für sensorlose Systeme

SIEB & MEYER stellt seinen Kunden ab sofort zwei neue Sicherheitsfunktionen zur Verfügung, die speziell auf rotierende Motoren ohne Drehzahlgeber ausgerichtet sind: „Sicherer Stillstandsmonitor (SFM – Safe Frequency Monitor)“ und „Sicher begrenztes Drehfeld (SLOF - Safe Limited Output Frequency)“.

Im Bereich von Bearbeitungsmaschinen bzw. Werkzeugmaschinen steigen die Anforderungen kontinuierlich an die Produktivität und an die Personensicherheit. Hierbei besteht die Herausforderung an den Maschinenhersteller, beide Aspekte gleichzeitig optimal bzw. normkonform umzusetzen. Speziell im Fall von drehenden Achsen bestehen Gefahren für den Bediener bzw. Servicetechniker durch Werkzeuge die noch oder mit zu hoher Drehzahl rotieren. Zur Vermeidung bzw. Erfassung entsprechende Betriebszustände müssen bei klassischen Sicherheitslösungen Motoren/Spindeln mit sicheren Drehzahlgebern ausgestattet sein. In vielen Anwendungsfeldern, wie z.B. von Hochgeschwindigkeitsfräsen oder Schleifen, sind entsprechende Drehzahlgeber aus Technischen- und/oder Kostengründen in Spindeln/Motoren nicht integrierbar. Als Folge müssten die Maschinenhersteller Abstriche bei der Produktivität hinnehmen oder durch aufwendige Sicherheitskonzepte für die unterschiedlichen Anwendungsfälle die entsprechenden Sicherheits-Integritätslevels sicherstellen.

Durch die Realisierung der beiden geberlosen Sicherheitsfunktionen SFM und SLOF in SD2 bietet SIEB & MEYER eine optimale und kostengünstige Lösung, bei dem Spindeln und Motoren keine Drehzahlgeber benötigen. Beide Funktionen bauen dabei auf die serienmäßig in allen SD2-Antriebsverstärkern integrierten Funktion „Safe Torque Off“ (STO).

Die Funktionen SFM und SLOF sind vom TÜV Nord nach EN 61508:2010 geprüft worden. Hierbei werden die Anforderungen eines Sicherheits-Integritätslevels von SIL3 erreicht.