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Der SIEB & MEYER Einspeiseumrichter aeocon beruht auf einem zum Patent angemeldeten Konzept, welches die Komponenten Gleichrichter, Wechselrichter und Ballastschaltung in einem kompakten Gehäuse vereint. Ein externer Lastwiderstand wird durch diesen Aufbau direkt angesteuert. Die elektrische Nennleistung des für die einphasige 230 V-Einspeisung konstruierten Gerätes ist mit 4 bzw. 5 kW spezifiziert.
Das „Gehirn“ des aeocon ist die speziell auf die Anforderungen von drehzahlvariablen Anlagen zur Stromerzeugung abgestimmte Steuerung, welche unter Berücksichtigung der Anlagenkennlinie die unterschiedlichen Betriebszustände optimal regelt. Hierbei kann die Anlagenkennlinie als Leistung über Frequenz - P(f) oder Leistung über Spannung - P(U) definiert werden. Die hierauf basierende Regelung stellt sicher, dass das Blockheizkraftwerk (BHKW) stets sauber läuft und der optimale Betriebspunkt bei unterschiedlichen Lastzuständen gewählt wird. Durch den weiten Eingangs-spannungsbereich kann bereits bei geringer Motordrehzahl Energie ins Netz eingespeist werden, was sich positiv auf den Energieertrag auswirkt und somit den Gesamtwirkungsgrad
der Anlage erhöht.
Der aeocon holt das Maximum aus dem Blockheizkraftwerk heraus. Die Regelgeschwindigkeit des aeocon entspricht den dynamischen Anforderungen der Anlage, z.B. im Fall von Leistungsspitzen durch Regelschwankungen, die beim Starten des Systems vorkommen können. Durch die direkte Nutzung des Rotor-Drehzahlsignals aus der Generatorfrequenz und den neun Stützstellen, die zur Feinjustage der P(f) bzw. P(U)-Regelkennlinie dienen, erzielt der aeocon eine exzellente Regelgüte. Liefert die Anlage keine Leistung, schaltet sich der aeocon ab und verbraucht keinen Strom aus dem Versorgungsnetz. Das heißt: Keine Standby-Leistung! Sobald das BHKW wieder Leistung liefert, schaltet sich der aeocon selbstständig ein und übernimmt die Regelung der Anlage. Im Zusammenspiel mit dem intelligenten Management der Ballastschaltung übernimmt der aeocon im Betrieb verschiedene Schutzfunktionen. Liefert der Generator kurzzeitig mehr Leistung, als die die zulässige Einspeiseleistung, ermöglicht die Ballastschaltung den weiteren Betrieb der Anlage. Auch im Fall eines Netzausfalls kann über einen potentialfreien Ausgang ein Signal an die Motorsteuerung gesandt werden, die das System abschaltet.
Die integrierte galvanische Trennung ermöglicht eine Parallelschaltung der Geräte, so dass auch 3-phasig einspeisende Anlagen bis zum 3-fachen der Geräteeinzelleistung ein optimales Anwendungsfeld bieten. Hierbei erfolgt eine Querkommunikation unter den Geräten über die optional erhältliche aeocon com-box. Ein digitaler Eingang und zwei potentialfreie Relaisausgänge ermöglichen die Kommunikation mit einer externen Steuerung bzw. mit externen Sicherheitskomponenten. Die integrierte USB-Schnittstelle erlaubt eine einfache Parametrierung des aeocon über die PC-Software aeocon control ohne die Verwendung eines zusätzlichen Netzteils. So kann der Anlagenhersteller bei der Anlagenlieferung „just in time“ die Festlegung der jeweiligen Länderstandards softwareseitig mittels entsprechendem Passwort durchführen. Während des Betriebes steht eine RS232 / RS485-Schnittstelle zur Diagnose und zur Datenerfassung mit der aeocon control auf einem PC zur Verfügung. Die lüfterlose Konvektionskühlung des aeocon bietet höchstmögliche Gerätezuverlässigkeit, da keine mechanisch beweglichen Komponenten verbaut sind